Fahrrad und Schulbücher für Uganda

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09.06.2016

Vor knapp einem Jahr, am 23. und 24. Juli 2015, besuchte Kyambadde Edwards den Unterricht der damaligen Neuntklässler der Realschule Rottweil. Er war auf Einladung der "Jugendhilfe Ostafrika e.V." - einer kleinen Nichtregierungsorganisation - zwei Monate in Deutschland und der Schweiz unterwegs, um über die Lebens- und Schulsituation in Uganda zu berichten und Gelder für ein Fahrradprojekt und die Mpora Schulen zu sammeln. Edwards schilderte damals eindrücklich auf Englisch, wie Frauen und Kinder oft kilometerweit gehen müssten, um Wasser für die Privathaushalte zu holen, wie beschwerlich und zeitaufwändig der Warentransport zu oder vom Markt nach Hause verliefe oder dass für einzelne Schülerinnen und Schüler ein regelmäßiger Schulunterricht aufgrund großer Distanzen unmöglich wäre. Die Mpora Schulen, fernab größerer Städte, böten Schulplätze für ca. 1000 Schülerinnen und Schüler, deren Schulgeld und Materialien durch Sponsoren und Spendengelder finanziert werden müssten. Elektrizität gäbe es keine, so Edwards im Sommer 2015.

Sein Bericht und die mitgebrachten Bilder berührten die Neuntklässler damals sichtlich und so konnte Edwards mit einer stattlichen Spendensumme zurück nach Uganda reisen. Es sollte u.a. ein sogenanntes "hereos", ein stabiles Fahrrad aus Indien, erstanden werden und vor Ort mit Hilfe der Projektteilnehmer zusammengebaut werden.

Nun endlich kam, noch kurz vor den mündlichen Prüfungen und dem Abschluss der jetzigen Zehntklässler, ein ganz anderer Nachweis ihres persönlichen Einsatzes: Frau Gärtner überbrachte Bilder aus Uganda. Sie zeigen die Jugendlichen und Kinder, mit den aus den Spendengeldern finanzierten Schulbücher und einen stolzen jungen Mann, der mit dem neuen Fahrrad den weiten Weg vom Dorf zur Schule meistern und seine Familie beim Warentransport unterstützen kann.