Kids-Online: Gefahren im Internet
Zurück"Das habe ich ja gar nicht gewusst...." , "Wenn ich das gewusst hätte....", "Boaaah, wow, was die mit so Bildern alles machen - hätte ich gar nicht gedacht"...
So oder so ähnlich hörte man am vergangenen Dienstag Aussagen der Fünftklässler an der Realschule im Pausengespräch mit Mitschülern.
Bereits zum zweiten Mal waren Polizisten im Unterricht der Fünftklässler. In einem Workshop wurde mit den Schülerinnen und Schülern "Kids-Online - Gefahren im Internet" angegangen: Unsere Kinder wachsen in eine multimediale Welt hinein und nutzen das Internet mit all seinen Möglichkeiten bereits sehr intensiv.
Leider begegnen den Kindern und Jugendlichen nicht nur die positiven, sondern auch die negativen Seiten. Erfahrungen zeigen, dass viele Eltern kaum noch wissen, was ihre Kinder im Internet tun, zumal Einschränkungen zuhause unwirksam werden, wenn bei Freunden ein ungehinderter Internetzugang möglich ist.
Auch im Elternabend, der noch am selben Abend im Musiksaal statt fand, war an der einen oder anderen Stelle ein "Aufstöhnen" zu hören. Immer wieder fragten Eltern über Begriffe und Zusammenhänge nach. Vielen war dabei auch noch immer nicht bewusst, dass alle gezeigten Probleme durchaus auch auf das Handy und viele sogar auf die allseits beliebten "Playstations" (Stichwort "Sucht") übertragbar sind.
Der von Dietmar Schobel (5. Bereitschaftspolizeiabteilung Böblingen) geleitete Elternabend gehört ebenso in das Schul-IT-Curriculums wie auch der Workshop mit den Kindern. "Es ist wichtig, dass die Eltern ihre Kinder bei der Nutzung des Internets 'an die Hand' nehmen, wie sie es schon bei der Verkehrserziehung beispielsweise tun; Das Problem ist, fährt ein Auto ein Kind an, so ist unmittelbar ein 'Schaden' feststellbar - bei der Nutzung des Internets werden die 'Schäden' oft nicht sofort sichtbar - obwohl sie genau so dramatisch sein können." - so eine der Kernaussagen!
An Hand von aktuellen Beispielen und Fällen, Präventionsangeboten, Broschüren und Internetseiten der Polizei und anderer Organisationen wurden so praktische Hilfestellungen zum Umgang mit diesem Medium zu aufgezeigt. Darüber hinaus wurde nahegelegt, welche Maßnahmen bei der Feststellung illegaler Inhalte getroffen werden sollten.
Die Veranstaltung, die auch von einigen Klassenlehrern sowie weiteren Kollegen besucht wurde, kam jedenfalls bei den Schülern und Eltern bestens an. Es wurde sogar vorgeschlagen, sie zu späterer Zeit (z. B. Klasse 8) noch einmal aufzugreifen und weitere Informationen / Anregungen "nachzuschieben".

