Kyambadde Edwards aus Uganda zu Besuch

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23.07.2015

Am 23. und 24.07.2015 gab es für die Neuntklässler der Realschule einen besonderen Unterricht:

Mr. Edwards berichtete - natürlich auf Englisch - mit Hilfe von Bildern von seiner Arbeit im Bicycle Workshop in Jinja/Uganda und von den Mpora Schulen in Westuganda. Er weilt auf Einladung einer kleinen Nichtregierungsorganisation, der Jugendhilfe Ostafrika e.V., zwei Monate lang in Deutschland. Sein Ziel ist es, viele Menschen mit den Lebensverhältnissen in Uganda vertraut zu machen und Sponsoren für die Projekte zu finden. Im ländlichen Uganda gibt es kein fließendes Wasser in den Privathäusern. Wasser muss deshalb von oft mehreren Kilometern entfernten Wasserstellen geholt werden ? eine Arbeit, die von den Frauen und Kindern gemacht wird. Durch den Einsatz eines starken Fahrrades ? es handelt sich um in Indien hergestellte und in Uganda zusammengebaute heroes - kann diese Arbeit sehr erleichtert werden. Des weiteren kommen die Räder als Transportmittel für Produkte zum Markt in Einsatz.

Sie dienen also der Schaffung von Einkommen oder stellen eine große Erleichterung des Alltags dar. Die Empfänger der Fahrräder bekommen bei der Aushändigung zusätzlich einen Baumsetzling zum Pflanzen in der Nähe ihrer Behausung. Auf diese Weise wird versucht, den Verlust von Bäumen durch das Schlagen von Feuerholz etwas auszugleichen.

 Beim zweiten vorgestellten Projekt handelt es sich um zwei Schulen in Westuganda ? fernab von jeglicher Zivlisation. Sie wurden mit Hilfe von Sponsorengeldern durch einen Einheimischen, Morence Mpora, gegründet. Ungefähr 1000 Schülerinnen und Schüler besuchen diese Schulen - ca. 300 die Grundschule und ca. 700 die weiterführende Schule. Die Schüler können dort alle Abschlüsse machen - und das obwohl es dort noch immer keine Elektrizität und erst seit ca. 3 Jahren fließendes Wasser gibt!

Jugendhilfe Ostafrika bezahlt aus Spenden das Schulgeld für derzeit 40 Schülerinnen und Schüler, zumeist Waisen oder Halbwaisen. Aber vielleicht werden es ja demnächst ein paar mehr, denn die Realschüler zeigten sich sichtlich beeindruckt und spendeten 270 Euro für die Projekte ...

Bericht und Bilder: M. Gärtner