Musicalfahrt (Blue-Man-Group, Stuttgart)
ZurückKonzert - Theater - Comedy?
Nachdem im November 2007 bekannt wurde, dass ab Februar 2008 die Trommler der »Blue Man Group« das Apollo-Theater im SI-Centrum zum Beben bringen würden und eine "Voranfrage" bei den Schülerinnen und Schülern eine überwältigende Resonanz erbrachte, organisierte die Schulleitung der Realschule Rottweil eine Fahrt zu diesem einmaligen Spektakel:
Die Stage-Entertainment-Group überbrückt mit »Blue Man Group« die Zeit zwischen dem Abschied der »Drei Musketiere« und der Premiere der nächsten großen Musical-Produktion im Herbst 2008. »Stuttgart ist offen und musikbegeistert«, lobt der Stage-Deutschland-Chef Maik Klokow, »der perfekte Austragungsort« für die Blaumänner. Ein längeres Gastspiel in Stuttgart wird es nicht geben, selbst dann nicht, wenn sich das Stück als überragender Erfolg entpuppen sollte. Danach soll die Show auf Tournee ins europäische Ausland gehen, zunächst in die Schweiz.
Berlin war der Ort, wo die Blue Men erstmals außerhalb der USA trommelten. In Berlin bespielen die Blaumänner seit zwei Jahren das eigens für sie konzipierte Bluemax-Theater. In Berlin werden die Darsteller trainiert und ihre Einsatzorte koordiniert. Sie müssen trommeln können, Komiker-Fähigkeiten besitzen und jederzeit in der Lage sein, auch andernorts den Part eines anderen Blaumanns zu übernehmen.
Ihr Faible für den Wim Wenders-Film »Der Himmel über Berlin« hat Chris Wink, Phil Stanton und Matt Goldman, die Erfinder der Blauen, dazu bewogen, Berlin zur Blue-Man-Zentrale außerhalb der USA zu machen. Feste Shows werden derzeit neben Berlin noch in Oberhausen, in London. in Amsterdam und jetzt auch in Tokio gespielt. In Berlin haben seit der Premiere im Mai 2004 im Theater am Potsdamer Platz rund 1,5 Millionen Besucher »Blue Man Group« gesehen. Das 600 Zuschauer fassende Bluemax-Theater ist bis zu dreimal am Tag meist voll besetzt. »Der Erfolg und der Charme des Stücks gründet sich auch darauf, dass die Blue Men Dinge tun, für die man Kinder schimpfen würde«, sagt Jens Fischer.
Pünktlich um 16.00 Uhr konnte der Doppeldeckerbus der Fa. Hauser vom Busbahnhof aus in Richtung Stuttgart aufbrechen. Über die B27 ging es zügig voran. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichte man das Apollo-Theaters beim SI-Zentrum. Die Schülerinnen und Schüler erwartete nun ein einmaliges Spektakel:
Laut, bunt, schräg, stellenweise albern - und zum Staunen, auch wenn manche argwöhnen, die Show, vor fast 20 Jahren etwas völlig Neues, wirke inzwischen leicht angestaubt. Das Stück hat keine durchgängige Handlung, ist also kein Musical im eigentlichen Sinn. »Blue Man Group« bietet eine rund eineinhalb Stunden dauernde Nummernrevue in Form einer Rockshow. "Krach gemacht" wird auf eigens entwickelten Schlaginstrumenten, dazu kommen Slapstickeinlagen und zahlreiche visuelle Effekte. Das Publikum ist Teil der Show, nicht nur, weil jene in den ersten Reihen den ein- oder anderen Farbspritzer abbekommen. Im Apollo-Theater ist deshalb der zweite Rang geschlossen. Das Fassungsvermögen beträgt rund 1600 Plätze.
Unsere Schüler waren von dem Spektakel allesamt sichtlich beeindruckt. Die insgesamt tolle Atmosphäre, eine tolle Stimmung während der Fahrten und das sehr disziplinierte Verhalten kennzeichneten den Kultur-Kurztrip. Beste Voraussetzungen für eine weitere Ausfahrt ...
Unversehrt brachte uns der Bus um 21.30 Uhr zurück zum Busbahnhof in Rottweil; dort wurden die Schülerinnen und Schüler von ihren Eltern bereits sehnsüchtig erwartet.
Bericht: A. Kienzler unter Einbeziehung einer Presseveröffentlichung (Schwabo, Jan. 2008)



