Schullandheim 7a
ZurückSchullandheim der Klasse 7a - "Schule mal ganz anders":
TAG 1
Am 14. Juni ging es nach "langer" Vorbereitung endlich los in Richtung Rückholz, zum Landjugendheim "Haus Stephanie" unserer Bleibe für diese Woche.
Um 8.30 Uhr trafen wir uns am Busparkplatz, wo zunächst die Koffer im Bus verstaut wurden. Pünktlich ging dann es los - wir fuhren mit einem Bus der Firma Götz, der uns am Montag hingebracht hat und am Freitag wieder abholte. Vor Ort war ein eigenes Unternehmen für die Fahrten verantwortlich.
Der erste Zwischenstopp war dann beim Affenberg Salem:
Bei einem kleinen Rundgang konnten wir die Berberaffen in ihrem großen und weitläufigen Terrain aus nächster Nähe betrachten. Ein kleiner Vortrag zur Halbzeit der Runde brachte uns diese interessanten Tiere näher.
Nach dem Affenberg fuhren wir noch nach Lindau, wo wir unsere "Mittagspause" auf der Insel verbringen konnten.
Die berühmte Hafenzufahrt
Gegen 16.00 Uhr kamen wir dann an unserem Quartier an, wo wir zunächst unsere Zimmer beziehen durften.
Unser Quartier, das Landjugendheim "Haus Stephanie", geführt von Herrn Jörg
Wie mit unseren Begleitlehrern (Frau Zech und Herr Kienzler) vereinbart, waren wir in dieser Woche für "unser" Abendprogramm selbst verantwortlich:
So gab es zur Entspannung am ersten Abend einen "DVD-Abend":
Gemeinsam schauten wir im "Fernsehzimmer" (das eigentlich nur für ca. 10 Personen gedacht ist *fg*) den Film "American Pie 3" an und hatten dabei viel zu Lachen!
TAG 2
Der Dienstag stand dann unter dem Motto "Rund um Nesselwang" bzw. "Selbstüberwindung für Anfänger": Zunächst "wanderten" wir auf die Alpspitze, was laut Wegweiser nur rund 1 1/4 Stunden dauern sollte...
... gemessen an unseren Nachzüglern und der ein- oder anderen Bergspitze waren es (zumindest gefühlte) sechs Stunden.
Die Wanderung auf die Alpspitze ging über gefühlte 1000 Treppen- und Wurzelstufen hinauf über einen wunderschönen Weg. Ab dem ersten Drittel machten sich einige Jungs "auf und davon" und stürmten regelrecht zum Alpspitzkiosk empor (wo sie dann warten mussten, bis auch die "Nachzügler" eingetroffen waren).
Leider verschlechterte sich das Wetter nach einem anfänglichen Aufklaren dann immer mehr. Glücklicherweise waren wir schon bzw. noch über der Wolkendecke. So hatten wir einen tollen Ausblick auf die umliegenden Berge.
Blick auf Höhe des "Sportheim Böck" in Richtung Zugspitze
Endlich am Ziel: Die ganze Klasse versammelt am Gipfelkreuz der Alpspitze (1600 m); für viele das erste Gipfelkreuz, das sie erreicht haben - eine tolle Leistung:
Kurz nach dem Erreichen des Gipfelkreuzes begann es dann sogar zu regnen. Die Bergbahn war leider nicht in Betrieb - so mussten wir den Abstieg bis zur Mittelstation in Angriff nehmen; ein mühsames Unterfangen: Müde und mit wackeligen Knie erreichten wir diese jedoch recht zügig. Auf Grund des Regens war denn auch die Sommerrodelbahn geschlossen - so mussten wir auf dieses Vergnügen verzichten.
Unsere Lehrer spendierten uns dafür aber die Fahrt mit der "Kombibahn" (Gondeln und Vierersessel) von der Mittelstation ins Tal, so dass wir uns diesen Weg ersparen konnten!
Im Anschluss an diese anstrengende Tour, die manchen an seine Grenzen geführt hat, durften wir unsere geschundenen Körper im ABC (Alpspitz-Bade-Center) regenerieren:
Rund drei Stunden hatten wir Zeit, dieses tolle Hallenbad mit Außenbecken zu erkunden: Besonders Interesse fand neben dem Strömungskanal natürlich die "Reifenrutsche" - in einer rund 110 Meter langen Röhre, die nur ein Gefälle von rund zwei Metern hat, schieben Strömungsdüsen am Boden die Reifen hindurch ...
... allerdings kann man auch - ohne Reifen - herrlich durch diese Röhre hindurch rennen (und hinfallen). Es wurden regelrechte "Röhrenwettläufe" veranstaltet.
Das Abendprogramm war ein wenig improvisiert, da es innerhalb der Gruppe einige Verstimmung gab und man sich einfach nicht auf die Durchführung einigen konnte. So blieb es beim "freien Spiel" und einem kleinen Tischtennisturnier...
TAG 3
Huraaaaaaaaaaaaaaaaah! Wir fahren nach München:
Leider hatten wir bei der Anfahrt Pech: Stau auf der Autobahn (dem unserer Fahrer glücklicherweise ausweichen konnte; die Autobahn war bis zum frühen Abend dicht!), Baustellen in und um München. Nach rund drei (statt geplanten eineinhalb) Stunden erreichten wir unser erstes Ziel: Die "Bavaria Filmstudios". Dort angekommen fuhren wir zunächst mit einem Bähnle über das ganze Gelände; dabei bekamen wir schon eine erste kurze Einführung.
Das Warten im strömenden Regen hatte unsere Laune auch nicht gerade besser gemacht; kurz vor der Abfahrt des Bähnles
"(T)Raumschiff Surprise - Episode 7a":
Gemeinsam mit einer weiteren Klasse (es schienen deutlich ältere Gymnasiasten zu sein) drehten wir einen gemeinsamen Film: In den Originalkulissen wurden einige Szenen abgedreht, bevor es mit der Tour über das Gelände weiter ging ...
... am Ende unserer Tour erhielten wir dann den aus diesen sowie Original-Filmszenen zusammen geschnittenen Film zu sehen:
Auf Grund der Verzögerungen bei der "Anreise" und dem sehr schlechten Wetter mussten wir - wenn auch schweren Herzens - auf unseren geplanten Aufenthalt in der City Verzichten. Statt dessen ging es direkt weiter zu unserem nächsten Ziel (wieder verhinderten Staus die pünktliche Ankunft), der Allianz-Arena, wo wir eine Stadionführung erhielten und bis in das "Allerheiligste" (die Umkleidekabine der Bayern-Spieler) vordringen konnten.
... da wir zumindest wieder rechtzeitig zum (eigentlich immer leckeren) Abendessen zurück sein wollten, ging es nach einem kurzen Zwischenstopp im Fanshop mit dem Bus zurück zum Quartier.
Nach der Rückkehr zur Jugendherberge waren zunächst Abendessen und Freizeit (Tischtennis-, Tischfußball, u. a.) angesagt, bevor dann zur Nachtwanderung (mit Gruselgeschichte und Leuchtspurverfolgung sowie zünftigem "Überfall") aufgebrochen wurde.
TAG 4
Der letzte Tag stand dann ganz unter dem Motto "Chillen" im Landjugendheim:
Nach dem späten Wecken und Frühstück konnten wir tun und lassen was wir wollten. Zudem hatten wir endlich besseres Wetter. Während die einen einfach in ihren Zimmern rumhingen, betrieben andere ein durchaus sportliches Programm: Am (zugegebenermaßen nicht in bestem Zustand befindlichen) Tischkicker fanden gleich mehrere "Miniturniere" statt ...
Auch an der Tischtennisplatte war immer etwas los:
Fußball war natürlich - so kurz vor der WM - hauptsächlich bei den Jungs der Renner...
... aber auch das gute alte "Federball" wurde gerne gespielt. Es war einfach ein herrlich entspannter Tag ...
... abgesehen vom frühen Abend, wo dann "Kofferpacken" und "Zimmeraufräumen" (für die "Lagerolympiade" ein wichtiger Punkt, wie sich später rausgestellt hat) auf dem Programm stand.
Nach dem Aufräumen und Kofferpacken ging es dann schon ans "aufstylen" für die Abschlussdisco:
Mit der zünftigen Disco im "Partyraum" des Landjugenheims feierten wir unseren gelungenen Aufenthalt im Schullandheim 2010. Zudem gab es das ein- oder andere "Spielchen" und die Siegerehrung der "Lagerolympiade", bei der die einzelnen Sieger (Zimmer sowie die Einzelpersonen) schöne Preise überreicht bekamen!
Schade nur, dass die Zeit - wir hatten sogar Verlängerung bis 23.00 Uhr bekommen - so schnell vorbei war. Um 24.00 Uhr war dann "Zapfenstreich" - alle schliefen nach dem anstrengenden Tag natürlich "sofort" (wer's glaubt) ein ...
TAG 5
Der letzte Tag: Etwas traurig ging's zum Frühstück. Zuvor brachten wir die Koffer zunächst in den Keller - so konnten die Zimmer noch einmal durchgesehen werden; erstaunlich, was man so alles "vergisst".
Im Frühstücksraum herrschte etwas gedämpfte Stimmung - ging's doch heute zurück nach Rottweil. Zuvor stand jedoch auf der Rückfahrt noch ein abschließendes Highlight an: Nach rund einer halben Stunde Fahrtzeit erreichten wir das wohl schönste Bauwerk König Ludwigs II von Bayern: Schloss Neuschwanstein.
Dieses Schloss - genau gegenüber dem Schloss (Hohenschwangau) seiner Mutter erbaut - war bei seiner Entmachtung noch nicht fertig gestellt. Insgesamt hat er hier nur rund 170 Tage gelebt. In der Hauptsache lebte er auf seinem "Lustschloss" (Linderhof), dem zweiten seiner drei in Auftrag gegebenen Königsschlösser (Herrenchiemsee ist das Dritte).
Wir bekamen wir eine interessante Führung durch die fertig gestellten Räume. Muss schon ein "verrückter" Zeitgenosse gewesen sein - soviel Prunk für eine Person:
Ein letzter Blick auf Schloss Hohenschwangau ...
... der Marsch durch die Souvenirshops und zurück zum Bus...
... und schon ging die Fahrt weiter - Kilometer um Kilometer näherten wir uns unserer Heimatstadt - eine herrliche Woche ging zu Ende ...
Gegen 17.00 Uhr erreichten wir dann wieder Rottweil - die Koffer wurden in die Autos verstaut und dann fuhren alle - müde aber glücklich - nach Hause.
Wir waren uns alle einig - Wenn Schule doch immer so Spaß machen könnte ...
Ein Dankeschön an Herrn Kienzler, der die Fahrt kurzfristig für unsere erkrankte Klassenlehrerin übernahm (und das Programm gestaltete) sowie Frau Zech, die für das Abendprogramm verantwortlich zeichnete.
Bilder: Klasse 7a, Herr Kienzler; Text: Aus den "Tagebüchern" der Schülerinnen und Schüler
