Schullandheim 7a

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07.04.2008

"Schule mal ganz anders":  Die Klasse 7a im Schullandheim in Kreuth am Tegernsee

 

Tag 1:

Am 7. April ging es nach "langer" Vorbereitung endlich los in Richtung Scharling, zu unserer Jugendherberge in Kreuth am Tegernsee. Um 6.30 Uhr trafen wir uns am Parkplatz in der Bismarckstraße, wo zunächst die Koffer im Bus verstaut wurden - mit dabei auch unsere Parallelklasse 7d. Pünktlich um 7.00 Uhr ging es los - wir fuhren mit dem Doppeldeckerbus der Firma Petrolli; Unser Fahrer Erkan stand uns während der gesamten Woche treu zur Seite.

 

Der erste Zwischenstopp war dann das Alpamare in Bad Tölz, wo wir einen vierstündigen Aufenthalt verbrachten. Rutschen - Wellenbad und sogar eine "stehende Welle" zum Surfen waren für alle ein tolles Erlebnis.

Leider konnten nicht alle Klassenkameraden ins Wasser ...

  ... neben den ultimativen Rutsch stand auch das "Surfen" ganz hoch im Kurs ...

 

Gegen 16.00 Uhr ging es dann weiter: Nun ging's direkt nach Scharling (einem der vielen Stadtteile von Kreuth), wo wir dann die Koffer in die uns zugeteilten Zimmer schleppen "durften": Auspacken, Betten beziehen und dann gings zum ersten Abendessen. Unser Quartier, die Jugendherberge in Kreuth-Scharling:

 

Wie mit unserer Klassenlehrerin (Frau Hermle) und dem begleitenden Lehrer (Herr Kienzler) vereinbart, waren wir in dieser Woche für "unser" Abendprogramm selbst verantwortlich. So haben die Mädchen am ersten Abend einen "Wellnesabend" veranstaltet: Entspannungsübungen, Gesichtspeeling, Gesichtsmaske und "Maniküre" (ein Molkehandbad mit anschließender Nagelreinigung und sogar Nagellack - alle Jungs haben mitgemacht!!!) verwöhnten alle ...

Tag 2: 

Nachdem am Montagabend um 22.00 Uhr "Bettruhe" angesagt war, woran sich alle gehalten hatten (zumindest die Lehrer haben's geglaubt *fg*), fiel uns das Aufstehen am heutigen Tag nicht schwer. Nach einem reichlichen und guten Frühstücksbuffet ging's bereits um 7.30 Uhr mit dem Bus ab in Richtung Österreich:

Auf dem Programm stand das Silberbergwerk in Schwaz. Dort ging es mit dem Bähnle 800 Meter unter Tage - zuvor mussten wir jedoch noch typische Schutzkleidung überstreifen ...

 

Unter Tage angekommen gab es an verschiedenen Stationen einen tollen Einblick in die Geschichte des Silberbergbaus: Schwaz war in früher Zeit die Hochburg der Silberproduktion. In seinen besten Zeiten kamen 80% der weltweiten Silberproduktion aus diesem Bergwerk. Ganze Dynastien konnten nur mit seiner Hilfe existieren. Der berühmte Silberthaler (noch heute im Wort "Dollar" erhalten) hat hier seinen Ursprung.

Bei herrlichstem Wetter ging es dann weiter nach Innsbruck. Frühlingshafte Temperaturen, ein klein wenig Kultur und der Blick auf die weltberühmten Sehenswürdigkeiten "Berg-Isel-Schanze" und "goldenes Dacherl" bildeten den Auftakt zu einem rund dreistündigen Stadtbummel ...

Blick vom Rathausturm auf die Hofburg; ein herrliches Panorama rundum:

Das "goldene Dacherl" (1420 bis ca. 1460 die Residenz der Tiroler Landesfürsten) - 2657 feuervergoldete Kupferschindeln - bilden das Wahrzeichen der Stadt.

Das "neue" Wahrzeichen - die Bergisel-Schanze:

Unsere Klasse vor dem goldenen Dacherl:

Ein Filmabend ("Die Wolke", nach dem gleichnamigen Jugendbuch zum Thema - der SuperGAU in Deutschland: Ein Kernkraftwerk hat einen Störfall), der uns sehr betroffen gemacht hat sowie die Nachtwanderung (mit Fackeln) rundeten den zweiten Tag ab.

Müde gingen wir gegen 22.30 Uhr zu Bett.

Tag 3: 

Huraaaaaaaaaaaaaaaaah! Wir fahren nach München:

Zusammen mit unserer Parallelklasse ging es zunächst zu den "Bavaria Filmstudios". Dort angekommen fuhren wir zunächst mit  einem Bähnle über das ganze Gelände. Eine kurze Einführung und schon konnten wir die verschiedenen Filmkulissen näher betrachten.

"(T)Raumschiff Surprise - Episode 7a/d": Unser gemeinsamer Film: In den Originalkulissen wurden einige Szenen abgedreht, bevor wir weitere Kulissen ansehen durften ...

... am Ende unserer Tour erhielten wir dann einen aus diesen sowie Original Filmszenen zusammen geschnittenen Film zu sehen. Erstaunlich, welch gute Schauspieler sich in unseren Klassen verbergen!

"Die wilden Kerle" (Teil 4 - der Angriff der Silberlichten) ...

... und "wilde Hühner"

 

"Das Boot" ...

 

... und die unendliche Geschichte" mit dem Drachen Fuchur, auf dem wir sogar einen Alpenrundflug machen konnten (Dank Bluebox-Technik):

Im Anschluss ging es dann weiter nach München - hier teilten sich unsere Gruppen: Die eine Hälfte hatte sich entschlossen unter der Leitung von Frau Hermle und Herrn Kienzler noch in die Allianz-Arena zu begeben, wo wir eine Stadionführung erhielten und bis in das "Allerheiligste" (die Umkleidekabine der Bayern-Spieler) vordringen konnten ...

... die andere Hälfte gingen unter der Leitung von Herrn Rühl sowie Frau Uhl ins Deutsche Museum und danach in die Innenstadt:

Nach der Rückkehr zur Jugendherberge waren zunächst Abendessen und Freizeit (Tischtennis, Tischfußball, Billardspielen u. a.) angesagt, bevor dann einer der Höhepunkte unseres Aufenthaltes dran waren: Die von den Mädchen vorbereitete Show

"Schullandheims next Topmodell"

Hier waren insbesondere unsere Jungs gefordert, sich einmal anders zu präsentieren: Ein Sommer-, ein Winteroutfit, Lauftraining und Schminken sowie die Präsentation auf dem "Laufsteg" hielten unsere Lachmuskeln auf Trab:

Nach rund zwei Stunden standen unsere Sieger fest:

Als Siegprämie gab es zwar keinen Modell-Vertrag; ein T-Shirt sowie kleine Sachpreise haben unseren Preisträgern jedoch vollauf genügt: Alle hatten ihren Spaß!

Tag 4:   

Um 7.00 Uhr gab es Frühstück - nun wurden erste "Ausfallerscheinungen" sichtbar: Manche brauchten Streichhölzer, um die Augen offen halten zu können *fg* ...

Da der Bus an diesem Tag für die Parallelklasse "reserviert" war, konnten wir die Chance nutzen und uns für die geplante Wanderung bis an den Tegernsee mitnehmen lassen. Von Bad Wiessee aus begann dann unsere rund fünfstündige Wanderung rund um den Tegernsee. Unsere Lehrer hatten uns "zweieinhalb" Höhepunkte versprochen, auf die wir sehr gespannt waren.

Der erste Sammelpunkt war dann noch in Bad Wiessee selbst: Hier besichtigten wir das "Aquadome", ein öffentliches Aquarium das die Fische aus dem Tegernsee zeigt:

Blick über den "unteren Teil" des Tegernsees - herrliches Panorama bei wunderschön mildem Frühlingswetter:

 

Gleich danach wanderten wir weiter zu unserem ersten "halben" Höhepunkt: Ein Spielplatz, der alles bot was Spaß macht: Tarzanbahn, Drehscheibe, Schaukeln und vor allem der Tegernsee - einige Jungs konnten zeigen, wie "hart" sie sind (Schuhe und Socken aus und ab in den - kalten - See) ...

Im Anschluss an diese ausgiebige Rast waren wir gestärkt und liefen weiter zum ersten Höhepunkt: Einer Bootsfahrt über den Tegernsee - für manchen die erste Schifffahrt ihres Lebens.

Von Bad Wiessee aus ging es quer über den See nach Tegernsee Stadt. Hier wurde ein kurzer Blick in die Kosterkirche St. Quirinus geworfen, bevor es dann entlang des Tegernsees nach Rottach-Egern (einer Doppelgemeinde) ging:

Auch "im" Tegernsee hatten wir unseren Spaß!

Ein weiterer Spielplatz mit Blick auf unser Zwischenziel "Rottach-Egern" (man ist das noch weit) war zugleich unsere Mittagsrast.

Schon jetzt hatten einige mit "schweren Füßen" zu kämpfen und nutzten die Zeit für ein kleines timeout:

 

Die Wanderung ging nun "um den See rum", zuerst nach Rottach - dort an den Villen verschiedener Stars sowie einem Fünfsterne-Hotel vorbei - dann weiter bis Egern. Ein herrlicher Panoramaweg am See entlang; allerdings konnte so mancher (fast)  nicht mehr ...

So kam der letzte Höhepunkt: Zunächst etwas verwundert ging es wieder in die Innenstadt von Rottach hinein; was unsere Lehrer wohl mit uns vor hatten?? Dann die "Erlösung": Unsere letzte Rast!

Da wir uns nach Aussagen von Herrn Kienzler und Frau Hermle bislang "super verhalten" hatten, gab es zur Belohnung für jeden ein Eis!!! Jippieeeeeeee

Anschließend ging es an der Weißach entlang zurück nach Scharling zur Jugendherberge, wo wir gegen 16.00 Uhr ankamen. Bis zum Abendessen hatten wir Freizeit, die wieder mit Billard-, Tischfußball und Tischtennisspielen genutzt wurde. Allerdings hatten sich doch manche auch auf ihre Zimmer zurück gezogen, wo "Fußpflege", Duschen oder einfach auch "Chillen" angesagt war.

Der letzte Abend wurde wieder von den Jungs geplant: Mit einer zünftigen Disco im Partyraum der Jugendherberge (mit guter Musik von deutschem Schlager bis Techno und diversen Showeinlagen) feierten wir gemeinsam mit unserer Parallelklasse unseren gelungenen Aufenthalt im Schullandheim 2008. Schade nur, dass die Zeit - wir hatten sogar Verlängerung bis 23.00 Uhr bekommen - so schnell vorbei war.

Um 24.00 Uhr war dann "Zapfenstreich" - alle schliefen nach dem Kofferpacken und dem anstrengenden Tag "sofort" ein ... 

Tag 5: 

Unsere Klasse kurz vor der Rückfahrt - ein letztes Gruppenfoto:

Der letzte Tag: Etwas traurig ging's zum Frühstück. Zuvor brachten wir die Koffer zum Bus, wo sie von Erkan wieder sicher verstaut wurden.

Im Frühstücksraum etwas gedämpfte Stimmung - ging's doch heute zurück nach Rottweil. Zuvor stand jedoch auf der Rückfahrt noch ein abschließendes Highlight an: Nach rund einer Stunde Fahrtzeit erreichten wir Schloss Linderhof: Das "Lustschloss" war das einzige der drei Schlösser König Ludwigs II von Bayern (neben Neuschwanstein und Herrenchiemsee), das er längere Zeit auch bewohnt hatte. Hier bekamen wir eine interessante Führung durch die Räume und anschließend durch die künstliche Grotte (Venusgrotte), die Ludwig II angelegt hatte. Muss schon ein "verrückter" Zeitgenosse gewesen sein - soviel Prunk für eine Person.

Ein letzter Blick auf die Außenanlagen, ein letztes Gruppenfoto ...

 

... und schon ging die Fahrt weiter - Kilometer um Kilometer näherten wir uns unserer Heimatstadt - eine herrliche Woche ging zu Ende ...

Gegen 17.00 Uhr erreichten wir dann wieder Rottweil - die Koffer wurden in die Autos verstaut und dann fuhren alle nach Hause. 

Wir waren uns alle einig - Wenn Schule doch immer so Spaß machen könnte ...

Ein Dankeschön an Frau Hermle, die die Fahrt (und das Programm) hervorragend organisiert hat sowie an Herrn Kienzler, der für das Abendprogramm verantwortlich zeichnete. Danke auch an Erkan (Fa. Petrolli), der uns immer sicher ans Ziel gebracht hat.

Bilder: Klasse 7a, Herr Kienzler

Text: Aus den "Tagebüchern" der Schülerinnen und Schüler