Zeugnisübergaben an die Entlassschüler_innen

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28.07.2020

Die Corona-Pandemie hatte in diesem Jahr auch gravierende Auswirkungen auf die Entlassung der Abschlussschüler_innen an der Realschule Rottweil:

Aufgrund der Vorgaben konnte die zunächst geplante gemeinsame Verabschiedung der Realschüler_innen, gemeinsam mit den Abschlussschüler_innen, die in diesem Jahr erstmals den Hauptschulabschluss an der Realschule erworben hatten, nicht stattfinden. Anstatt wie eigentlich geplant, dicht gedrängt "Schulter an Schulter" in der Stadthalle die große Entlassfeier zu erleben, wurden die Zeugnisübergaben an zwei aufeinanderfolgenden Abenden innerhalb der einzelnen Klassenverbände durchgeführt:

Zunächst bekamen am Montag 27. Juli die dreizehn Abschlusschüler_innen der 9G ihre Zeugnisse im Musiksaal der Realschule überreicht. Mit dem vorgeschriebenen Abstand und einer begrenzten Teilnehmerzahl konnte Realschulrektor Andreas Kienzler erstmals feststellen, dass "alle ihre Hauptschulabschlussprüfung bestanden haben". Klassenlehrerin Gaby Knoblauch überreichte nach einer kleinen Laudatio die Zeugnismappen.

 

Am Dienstagabend war dann der große Abend für die Zehnklässler_innen:

Im Festsaal der Gymnasien herrschte eine eigentümliche, erfreulicherweise jedoch trotzdem feierliche, Stimmung: Auf der Bühne präsentierten sich, jeweils um eine halbe Stunde versetzt, die insgesamt 115 Schüler_innen der vier Abschlussklassen, die ihre mittlere Reife erworben haben. Selbstverständlich wurden dabei die Hygienebestimmungen eingehalten - zwischen den einzelnen Schüler_innen wurde durch eine feste Zuweisung der Plätze der Mindestabstand eingehalten.

In den vier kurzen Entlassreden verglich der Schulleiter die Schulzeit einmal mit dem "packen eines Koffers für die Reise durch das Leben". In den anderen Ansprachen ging es um die in der Schule bislang verbrachte Zeit (Dank Corona "nur" rund 8524 Stunden) bzw. um "die Schule als kleinem Teil des großen Universums". Allen Entlasschüler_innen konnte er bestätigen, dass das "was ihr in dieser besonderen Zeit gezeigt habt, sehr beachtlich und anerkennenswert ist: Wochen, in denen ihr euch im Homeoffice auf die anstehenden Prüfungen vorbereiten musstet. Neben den fachlichen waren dabei insbesondere auch die sozialen und personalen Kompetenzen unabdingbar für das Vorankommen. Schlagworte wie Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit, Fleiß, und Ordentlichkeit haben auch in der weiteren Ausbildung mindestens den gleichen Stellenwert wie an unserer Schule." Dass in jeder Krise auch eine Chance steckt belegte er ebenfalls: "Durch Corona habt ihr als Schüler, ebenso wie wir als Schule, gelernt besser als zuvor mit neuen Techniken wie Online-Unterricht und Videokonferenzen umzugehen. Dies sind Kompetenzen, die sicher auf eurem weiteren Lebensweg gefragt sein werden." Nach der jeweiligen Ansprache an die Klasse folgten noch einige Worte der jeweiligen Klassenlehrkraft (10a: Herr Ehinger, 10c: Frau Stumm, 10d: Herr Griesser, 10e: Herr Ulrich), bevor die Absolventen aus deren Hand ihre Zeugnisse erhielten.

Erstmals seit einigen Jahren haben alle 115 Abschlussschüler_innen die Prüfungen bestanden - und dies nicht wegen Corona bzw. der daraufhin veränderten Anforderungen, sondern weil sie sich akribisch vorbereitet hatten bzw. von den Lehrkräften bestmöglich vorbereitet wurden.  

Schlussendlich konnten in diesem Jahrgang insgesamt 31 Belobigungen ausgesprochen sowie 29 Preise vergeben werden. Die Schulbesten waren mit einem Schnitt von 1,3 Björn Bantle (Bösingen, 10d) und Leon Gemlin (Villingen, 10e). Einen Sonderpreis für "Herausragendes Engagement als Klassensprecher" wurde an Jens Tausendfreund (Rottweil, 10c) vergeben. Nach jeweils knapp 30 Minuten waren die einzelnen Zeugnisübergaben bereits wieder beendet. So manche Klasse feierte im Anschluss an die Zeugnisübergaben ihren verdienten Erfolg im privaten Rahmen ausgiebig.